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A Monger of Omens
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Nachdem das erste deutsche Poetry Topic leider das Zeitliche segnen musste wird es hiermit neu eröffnet.
Postet fleißig und tut eure Meinung kund!

Es werde nun getextet und gedichtet bis die Tastatur oder der Füller brennt! 8)

Ich beginne mit was altem und was neuem, enjoy if you can:

Alt:

Ihr Thron

sie sitzt auf einem thron aus blut
sie sitzt auf einem thron aus knochen
roter samt und bleiche knochen
roter samt so rot wie mein blut

sie hat sich selbst in die nacht gehüllt
sie hat sich selbst niemals vergeben
und ich stehe hier vor ihren augen
und ich stehe hier und gebe mein leben

der saal kalt wie das blut in ihren venen
der saal kalt wie unser beider leben
dem donner folgt der blitz in ihren augen
dem donner folgt der blitz in dieser nacht

ich habe alles verloren, herz und seele
ich habe alles verloren, gab alles für sie
was bin ich für sie, ein weiteres opfer
was bin ich für sie, ihre erlösung vieleicht

versuche ihre augen zu sehen darin zu lesen
versuche ihre augen zu sehen zu verstehen
kalte schauer wenn ich sie mich ansieht
kalte schauer wenn sie nichts zu mir sagt

ihr königreich habe ich für sie gewonnen
ihr königreich habe ich für sie aufgebaut
nun hat sie alles, alles was sie jemals wollte
nun hat sie alles, alles was ich für sie hatte

nichts mehr übrig was ich ihr noch geben kann
nichts mehr übrig von dem was sie versprach
eine süße lüge unser ganzes leben für die nacht
eine süße lüge alles was sie mir geben wollte

ich stehe in flammen nur sie kann es sehen
ich stehe in flammen mein herz das brennt
tränen in den augen wenn ich langsam begreife
tränen in den augen wenn ich sie jetzt sehe

sie sitzt auf einem thron aus meinem blut
sie sitzt auf einem thron aus meinem fleisch
roter samt ümhüllt ihre gestallt heute nacht
roter samt blutrot getränkt mit meinem blut


NEU:

Der Kreis

eine Frage die lässt mich nicht mehr los,
während der Regen immer dichter fällt,
während sich oben nach unten wendet,
wächst tief in mir diese eine Vorahnung,

dies Gefühl das zum Un-Gefühl mutiert,
ein Schatten der nicht der Sonne weicht,
ein schlimmer unwiderlegbarer Verdacht,
ich kann meine Augen nicht schliessen,

Ich sehe alle Fehler,
Ich kenne alle Ausreden,
Ich höre alle Fragen,
Nur die Antwort find ich nicht,

jeder Tag bringt eine neue Katastrophe,
niemand glaubt noch an den Silberstreif,
niemand schaut noch auf zum Horizont,
ich glaube wir sind gemacht zu leiden,

der Mensch wird nie zufriedengestellt sein,
immer weiter nach Erleuchtung streben,
immer weiter ohne Reue ins Verderben,
es hat keinen Zweck es schön zu reden,

Ich sehe die Fehler,
Ich hab die Ausreden,
Ich stell die Frage,
Auf die ich keine Antwort habe,

WARUM?

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Nachdem ich meinem Märchenonkel Sarek erneut meine poetische Erfurcht ausspreche (Den "jeder Tag bringt eine neue Katastrophe,"- Teil find ich sehr genial) kommt von mir auch was Neues und was Altes.
Beides hat was mit Farben zu tun, wie mir gerade auffällt. ^^
Das erste ist ein Song, den ich 2006 geschrieben hab. Man kann ihn interpretieren wie man will. Aber es geht aus meiner Sicht um einen Menschen der in einer beschissenen Zeit seines Lebens festsitzt und Liebe als einzigen Ausweg sieht...
Der zweite Text geht um den Tod eines Familienmitglieds.
Beide Texte handeln von persönlichen Erlebnissen.
Hau, ich habe gesprochen!

Alt (hier zu hören):

Farben der Nacht

ich seh dein gesicht, in der straßenbahn vor mir.
ich würd dir so gern sagen das du mich inspirierst,
wie du den augenblick genießt.
wie du mit dem licht und den farben verfließt.
farben der nacht, wie schatten bloß wach.

doch noch sie steigt nicht aus,
noch sitzt sie still da.
längst schon an ihrer haltestelle vorbei gefahren.
wie du im letztes jahr.
und auch sie sieht's, sie sieht immer noch traurig aus.

ich versuch mich abzuwenden von ihr.
der blick bleibt in den bäumen hängen und flüstert "bleib hier."
es passiert ganz plötzlich, es weht der wind,
es öffnen sich türen, und die welt steht still.
nur für diese nacht. bis du aufschreckst und erwachst.

Neu

Farben

ein universum an gedanken und erinnerungen
schlafen gelegt, in einer kleinen urne,
als häufchen asche irgendwo im kalten novemberboden.

mit dunkler erde an den fingern,
bist du der erste den ich hier vermisse,
und der letzte den ich wieder sehen werde.

rot und gelb blutet die sonne durch die blätter der bäume,
die dich von jetzt an mit ihren wurzeln festhalten,
und mit ihren kronen bewachen werden.
und der himmel schien noch nie in einem sanfteren blau.

du gingst schon vor viel zu vielen stunden,
doch allein der heutige tag kleidet unsere körper in schwarzer trauer
und unsere augen erneut mit tränen.
du wirst vermisst weil du uns so viel gegeben hast
du wirst vermisst weil du unter allen farben die schönste warst.

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A Monger of Omens
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Ahhh auch auf die Gefahr hin das die Leute jetzt glauben das Topic gibts nur damit wir uns selbst beweihräuchern können (was auch der Wahrheit entspricht), Farben ist genial mein gutster, einfach breathtaking! *storm of applause*

Und an Farben der Nach erinner ich mich noch, hat mir damals schon gefallen gerade weil es schön Freiheit zur Interpretation lässt. :D

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ja ich wollte auch kurz nochmal die gelegenheit nutzen und (versteckte) werbung für meine myspace seite machen *g*

übrigens... ein hervorragendes beinkleid was du heute trägst :roll:

okay, hier mal noch ein aktueller songtext von mir (den findet ihr übrigens nicht auf meiner myspace seite - die ihr unter diesem link erreichen könnt)

Rot

blutrot wiegen die kornblumen sich
im grauen wind, der vom meer her weht
auf der hafenmauer sitzend sieht sie sich
noch als kind, in den seichten wellen des abends
die dunkle wolkenwand spaltet den
himmel in zwei, und schon riechts nach regen

dein schiff wartet nicht
auf dich und deine dämonen
am horizont bricht sich
ein feld tausend neuer roter blumen

sie strahlte mal so schön
und dann wurd sie immer stiller
ihre tage hier waren schon lange gezählt
3 jahre starb sie in ihrem zimmer

die straße die aus der stadt rausführt,
hat vor jahren, ihre freunde fort gelockt.
raus in eine unbekannte welt,
flohen sie in scharen, und ließen sie "auf bald" zurück

doch sie konnte euch nicht folgen,
warum habt ihr das nicht kapiert?
im kampf mit sich selbst
unterlag sie was man beim heranwachsen verliert

und sie strahlte mal so schön
und sie lachte mal so laut
und wenn ihr sie jetzt sehen würdet
hättet ihr euren augen nicht getraut


und noch was altes:

Sehnsucht

du hauchst schwach worte in den wind.
hoffst er trägt sie übers land zu mir.

sie berühren vergessene grabsteine auf ihrem weg.
passieren städte die unter erdrutschen für immer schlafen.
ziehen vorbei an entwurzelten bäumen und warmen spärlich befahrenen straßen,
fliegen über felder und die köpfe gedankenlos spielender kinder.

unbeirrt, mit dem süßen geruch des kommenden sommers im schlepptau,
wehen sie bis in meine stadt, wo ich am offenen fenster stehe
und mich nach dir sehne.

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A Monger of Omens
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Wunderbar mein Herr! *schnief* Auch toll wie elegant du deine Werbung reingemogelt hast. :P

Aber im Ernst sehr schön auch wenn sich Rot etwas schwer ließt beim zweiten mal lesen gings defenitiv besser die Absätze etwas zu überspringen und zu verknüpfen wenn du weist was ich meine.
Sehr schön gemacht. Btw. beruht das ganze auf einer echten Begebenheit?

Sehnsucht ist einfach nur Klasse wirklich wunderschön.

Hier noch was altes von mir, minimal aufgebessert, sorry für die fehlende Großschreibung. :lol:

ein Tag

die nacht wird zum tage
langsam erwacht die stadt
und jetzt frage ich mich
was ich vom leben habe

sie sehen kein licht
wofür noch diskutieren
warum noch kämpfen
sie verstehen uns nicht

wir wollen doch nur frei sein
warum verstehen sie nicht?
sie halten uns gefangen
ihre herzen sind aus stein

ich hab die hoffnung verloren
kann die welt nicht ändern
alles was ich will ist frieden
wofür wurde ich geboren?

können wir nur verletzen
warum helfen wir nicht?
was machen wir nur falsch
es gibt nur das entsetzen

und nur eine frage die bleibt
was gibt unserem leben sinn?
ich hoffe und bete es ist die liebe
oder ist es nur gier die uns treibt?

langsam wird er tag zur nacht
die stadt schläft endlich ein
und ich hab es schon vergessen
worüber hab ich nachgedacht?

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ja "rot" ist noch so in der rhythmischen form, die ich brauchte um es in der richtigen melodie einsingen zu können
also hört sich dann schon verständlicher an als es sich ließt *g*

und danke, der herr :)

ein Tag ist genial
malt mir das bild in den kopf, das ein junge deprimiert abends an seinem fenster steht, in die nacht guckt und sich fragt was er mit sich anfangen soll und ob er die antworten HIER in dieser stadt findet
und je mehr lichter in der nachbarschaft ausgehen umso weniger sieht er das licht was er bräuchte um mit seinem eigenen leben vorran zukommen

das wiederrum erinnert mich an einen text den ich an meinem 19ten geburtstag geschrieben hab

18 19

wieder ein jahr vergangen.
ein weiteres kapitel fertig geschrieben.
weiß das ich hier hin niemals zurückblättern werde.

ich knall das buch zu, werf den stift an die wand.

glaub schon fast nicht mehr dran
dass dieser atemzug für etwas gut sein kann.
und das mein gebet oben ankommt.
der himmel scheint viel zu dunkel für ein kleines herum irrendes licht,
am tag nach der mondfinsternis.

dabei erinnert sich keine nacht mehr,
an die vergangenen schluchzer im kopfkissen.
und die einsamen herzen, an den schwach erhellten fenstern dieser stadt.

die tränen kamen, die tage gingen.
und die einzigen klänge die ich noch bemerke,
sind die meiner lieblingslieder an leisen nachmittagen.

edit: hab da mal edited, bzw. hinzugefügt

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Last edited by MelancholiaOfDawn on 15 Jul 2008, 00:14, edited 1 time in total.

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A Monger of Omens
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Die Interpretation lass ich mir gerne gefallen! :D Merci :oops:

Edit:
Und zu 18 / 19 (das du geadded hast während ich meinen Post geschrieben habe, schwuein), das erinnert mich daran das ich mich auch mal so gefühlt habe, kommt mir zwar wie eine Ewigkeit vor die seit dem vergangen sein müsste aber es waren wohl gerade mal ein paar Jährchen.

Sehr schones Teil. *in Erinnerungen schwelg*

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dangö!

ja also jetzt wo ich diese zeit hinter mir hab ist es schon komisch das zu lesen
(hab mir meine gedichte, die ja alle in den letzten 3 jahren die nicht gerade gut waren entstanden sind, bestimmt n halbes jahr nicht mehr durchgelesen)
ist noch irgendwie da, so die letzten ausläufer... aber auf der anderen seite, auch weit weg - schon krass was sich in so kurzer zeit alles verändern kann

so jetzt mein letzter text für heute abend
und auch lange zeit mein lieblingstext von mir selbst (wenn ich drüber nachdenken würde... vllt immer noch *g*)

Nacht Auf Dem Meer

eine böe trug uns hinaus auf's meer.
und genau wie die blüten im westwind,
sterben wir tanzend,
überwältigt und überfordert von dem
was uns endlos scheint.
dein gesicht sieht schläfrig aus.
vielleicht trau ich mich deshalb nicht es zu küssen.
zu rot die sonne,
zu tief der grund auf dem wir uns aus den augen verloren haben.

unsicher rollen die wellen in verschiedenen richtungen davon,
in der hoffnung irgendwann land zusehen.
und noch immer fliegen wir mit dem windhauch
der uns einmal davon getragen hatte.

du flüsterst leise
"vertraue niemals dem wind, schatz."
doch warum bist du dann mitgekommen?
habe ich dir keine wahl gelassen?
spürst du wie sich die dämmerung
hinter unseren rücken andeutet, sich anschleicht?
um sich bald wie ein leichentuch über uns zu legen.
plötzlich ist es still auf dem meer...

das singen der vögel erstirbt am ende des horizonts.
und wir sind uns sicher,
heute nacht sind wir endlich zusammen vereint.

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A Monger of Omens
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Ja man solls auch nicht übertreiben und dann aufhören wenns am schönsten ist! ;)

Und deine Poesie ist ein wunderbarer Schluss für den Tag in Deutschland und ein wunderbarer Start für den Tag hier in Finnland! :D

Wirklich schön, hatte schon fast vergessen wie gut du bist. ;)

Nachttraum

der Himmel blutig rot gefärbt
der Tag verliert einmal mehr
langsam senkt sich die Nacht
ein Dunkel verdrängt das Rot

ich schaue tief in deine Augen
zu atmen fällt jetzt so schwer
bin dir so nah wie niemals zuvor
kann deinen Atem auf mir fühlen
ich halte dich in meinen armen
will deinen Herzschlag spüren

der Mond wirft fahles kaltes Licht
verleiht dem See silbrigen Schein
über der unergründlichen Schwärze
ein Geheimniss schwebt über ihm

sanft streichle ich dein Gesicht
als wäre all dies nur ein Traum
viel zu schön um wahr zu sein
dieses Gefühl so unbeschreiblich
erfüllt alle Träume und alles Sehnen
wenn ich bei dir liege und träume

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Was neues von mir:

Die Lüge

Keine Antworten auf Fragen ohne Sinn,
wir leben weil wir müssen,
nicht sterben zu wollen lernen wir,
ein weiter Tag siecht dahin,

ein Tag verwelkt in einsamer Traurigkeit,
eine Woche ein ganzes Leben schließt sich an,
egal wie du die Blume Leben hegst und pflegst,
verwelken, sterben und vergehen wird sie doch,

stell dich ruhig ins Licht und atme das Leben ein,
wandelst du auch das Licht um in Energie,
genug bekommen kannst du niemals,
du kannst dein Leben nicht verlängern,

glaub ruhig an Gott und die Erlösung,
doch es gibt kein Leben nach dem Tod,
keine Pfade führen dich ins weiße Licht,
nur der Pfad den man Leben nennt,

dieser Weg führt dich nur in das unabwendbare Nichts,
unsere Tage vergehen in Bedeutungslosigkeit,
doch wir fragen uns nicht länger,
denn wir erahnen die Antworten auf unsere Fragen,

wir leben eine Lüge um dem Wahnsinn zu entgehen,
eine große Lüge die die Anarchie verhindern soll,
sie soll uns an Gesetze und Regeln binden,
an Menschlichkeit die es in Wahrheit gar nicht gibt.

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Ich mag eure Beiträge sehr ... ich schreibe Songtexte. Kann man dir hier auch posten?

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sicher doch

und als beweis hier mal ein link zu nem song von mir + lyrics
(HQ gucken!)

Es frisst sie einfach auf

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A Monger of Omens
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Na klar kannst du hier Songtexte posten, ich freu mich schon was von dir zu lesen. ;)

Und Rob, ich werd mir gleich mal deinen Song geben. :D

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Ja gibs dir Baby!

Ist jetzt nicht so großes Kino, du kannst ja an was schönes denken dabei, oder nackt sein...

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A Bard and a Trickster
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... nette Texte hier. Mein zweites Gedicht, aber das erste, das mich in diese Richtung trieb. Dennoch entschuldige ich mich im Vorraus für die vergeudete Lebenszeit... :oops:
(man wird ihn hier nicht finden ->)
Sinn des Lebens

Macht das Leben einen Sinn?
Kaum jemand wagt es zu sagen.
Warum bin ich, wie ich bin?
Niemand kennt die Antwort auf diese Fragen.

Warum wandeln wir auf Erden?
Niemand kennt den Grund.
Was wird aus der Menschheit werden?
Geht es weiter im Weltenrund?

Nein, das kann nicht sein.
Den Glauben an Leben und Tod hab ich verloren.
Es kommt selten vor, dass ich eine Träne wein.
Ich fühle mich, als wäre ich tot geboren.

Sehnsucht ist alles, was ich kenne,
ob nach dem Tod oder nur nach Geborgenheit,
lieber in mich in meinen Gedanken verrenne,
um sie so zu schätzen, die ewige Einsamkeit.

Was sonst sollte man im Leben tun,
wenn es kein Ziel hat,
anscheinend hat niemand Zeit zu ruh’n.
nur der Tod wendet das Blatt.

Wie ist entstanden dieses Schicksal?
Zu leben ohne Sinn,
warum empfinde nur ich es als große Qual?
Vielleicht nur, weil ich des Lebens müde bin?

Dunkelheit, verheißungsvolle Dunkelheit,
alle anderen wenden sich zum Licht,
bist du es, der mich befreit,
denn dein Gegenstück interessiert mich nicht.

Licht, was nützt es schon,
wenn es verdeckt wird von tristem grau,
wenn mancher verlor im Krieg seinen Sohn
und geschändet wurde so manche Frau.

All das kommt einem Alptraum gleich,
dem kaum jemand zu entrinnen sucht,
obwohl ihm bei den Schrecken werden die Knie weich.
Jede einzelne Existenz ist wohl verflucht.

Gibt es Erlösung, die Absolution?
Kann es demnach auch die Verdammnis geben?
Vielleicht nicht. Ich frage mich, wer glaubt das schon?
Es gibt nichts, außer das zeitweilige Leben!

Wer kennt schon die Wahrheit?
Die einzigen, die uns das könnten berichten,
die uns könnten verschaffen Klarheit,
sind begraben, vielleicht unter Fichten.

Doch nichts reicht aus,
weder leben noch sterben,
um zu beenden diesen Graus.
Und die Hinterbliebenen erben.

So geht es in einem Fort
Tag um Tag und Nacht um Nacht
Wo du auch verweilst an welchem Ort,
überall wird man gequält, um den Verstand gebracht.

Es ist ein ewiges Leiden,
das man nur mit Hoffnung erträgt,
glaubt man an einen von Beiden,
obwohl nichts passiert, wenn man sie begräbt.

Haben die Seelen eine Wahl,
sich zu entscheiden zwischen Licht und Dunkelheit?
Ist ihnen bewusst die Qual,
die in den Fegefeuern der Hölle gedeiht?

Nein, sie wissen es nicht, doch ist in ihnen Furcht
Sie malen sich das Schlimmste aus,
als ob sie würden zerfleischt von einem Lurch,
was sie erwarten könnte in des Todes Haus.

Was erwarten Seelen im Fegefeuer?
Werden sie erfahren ewige Pein?
Spielen mit ihnen Dämonen und Ungeheuer?
Ohne dieses Wissen sagen sie zur Hölle nein.

Ob es wohl das Paradies des Himmels gibt?
Vermag man ihn zu finden, den Ort,
wo jeder jeden innig liebt?
Alles, was wir haben, ist der Glauben an des Gottes Wort.

Doch ist es unlogisch nicht zu halten,
woran man glaubt.
Legt eine höhere Macht ihre Stirn in Falten?
Mir deucht, wir sind unseres Glaubens beraubt.

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I have no hand in matters worldly
I hardly care at all
what's going on fails to concern me (because I'm locked behind my wall

(So) I'm dying to live!


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