Nachdem das erste deutsche Poetry Topic leider das Zeitliche segnen musste wird es hiermit neu eröffnet.
Postet fleißig und tut eure Meinung kund!
Es werde nun getextet und gedichtet bis die Tastatur oder der Füller brennt!
Ich beginne mit was altem und was neuem, enjoy if you can:
Alt:
Ihr Thron
sie sitzt auf einem thron aus blut
sie sitzt auf einem thron aus knochen
roter samt und bleiche knochen
roter samt so rot wie mein blut
sie hat sich selbst in die nacht gehüllt
sie hat sich selbst niemals vergeben
und ich stehe hier vor ihren augen
und ich stehe hier und gebe mein leben
der saal kalt wie das blut in ihren venen
der saal kalt wie unser beider leben
dem donner folgt der blitz in ihren augen
dem donner folgt der blitz in dieser nacht
ich habe alles verloren, herz und seele
ich habe alles verloren, gab alles für sie
was bin ich für sie, ein weiteres opfer
was bin ich für sie, ihre erlösung vieleicht
versuche ihre augen zu sehen darin zu lesen
versuche ihre augen zu sehen zu verstehen
kalte schauer wenn ich sie mich ansieht
kalte schauer wenn sie nichts zu mir sagt
ihr königreich habe ich für sie gewonnen
ihr königreich habe ich für sie aufgebaut
nun hat sie alles, alles was sie jemals wollte
nun hat sie alles, alles was ich für sie hatte
nichts mehr übrig was ich ihr noch geben kann
nichts mehr übrig von dem was sie versprach
eine süße lüge unser ganzes leben für die nacht
eine süße lüge alles was sie mir geben wollte
ich stehe in flammen nur sie kann es sehen
ich stehe in flammen mein herz das brennt
tränen in den augen wenn ich langsam begreife
tränen in den augen wenn ich sie jetzt sehe
sie sitzt auf einem thron aus meinem blut
sie sitzt auf einem thron aus meinem fleisch
roter samt ümhüllt ihre gestallt heute nacht
roter samt blutrot getränkt mit meinem blut
NEU:
Der Kreis
eine Frage die lässt mich nicht mehr los,
während der Regen immer dichter fällt,
während sich oben nach unten wendet,
wächst tief in mir diese eine Vorahnung,
dies Gefühl das zum Un-Gefühl mutiert,
ein Schatten der nicht der Sonne weicht,
ein schlimmer unwiderlegbarer Verdacht,
ich kann meine Augen nicht schliessen,
Ich sehe alle Fehler,
Ich kenne alle Ausreden,
Ich höre alle Fragen,
Nur die Antwort find ich nicht,
jeder Tag bringt eine neue Katastrophe,
niemand glaubt noch an den Silberstreif,
niemand schaut noch auf zum Horizont,
ich glaube wir sind gemacht zu leiden,
der Mensch wird nie zufriedengestellt sein,
immer weiter nach Erleuchtung streben,
immer weiter ohne Reue ins Verderben,
es hat keinen Zweck es schön zu reden,
Ich sehe die Fehler,
Ich hab die Ausreden,
Ich stell die Frage,
Auf die ich keine Antwort habe,
WARUM?